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07.12.2019, 00:04 Uhr
Adios Fidel. - Die letzte Reise des Comandante
ARTE
03. Dezember | ARTE | 22:15 - 23:10 Uhr | Porträt
Adios Fidel. - Die letzte Reise des Comandante

Inhalt

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Fidel Castro starb am Abend des 25. November 2016 in Havanna. Der offiziellen kubanischen Geschichtsschreibung zufolge soll er 638 Mordanschlägen entgangen sein. So wirkt sein unspektakulärer Tod im Bett gleichsam wie ein letztes Schnippchen, das er seinen Feinden schlug. In einer Urne machte Castros Asche eine 950 Kilometer lange Reise. Als sie in Santiago, der im Südosten gelegenen zweitgrößten Stadt der Insel ankam, erwartete sie kein Denkmal, keine Statue und kein Kreuz, sondern lediglich ein großer Stein - wie ein vom Himmel auf einen katholischen Provinzfriedhof gefallener Meteorit. Darauf die fünf Goldbuchstaben: FIDEL. Um an diesen Ort zu gelangen, durchquerte die Urne das Land. Sie folgte - in umgekehrter Richtung - Castros Marsch auf Havanna Anfang Januar 1959, der den endgültigen Sieg seiner Guerilla-Truppen über den Diktator Batista bedeutete. Der junge Guerillero nutzte seine Reise, um in den wichtigsten Regionen des Landes für sein revolutionäres Projekt zu werben: in der südöstlich gelegenen Provinz Holguín und, von Ost nach West fortschreitend, in den Städten Camagüey, Las Tunas, Sancti Spíritus, Santa Clara und Matanzas. Wurde nach Castros Tod Trauerarbeit geleistet? Wenn ja, wie ging sie vonstatten? Auf diese Fragen versucht Frédéric Compain in seinem Film Antworten zu finden. Dazu beginnt er eine lange Reise an jeden dieser geschichtsträchtigen Orte. Eine Reise voller Archivbilder und aktueller Interviews. Die Hin- und Rückreise Havanna - Santiago ist gleichzeitig ein Hin und Her zwischen dem Kuba der Vergangenheit und dem der Gegenwart.


Laufzeit: 55 Minuten
Genre:Porträt, F 2017
Regie: Frédéric Compain